Neubauland
München, 2025
in:
Zeitschrift für archäologische Aufklärung
Heft 3/2025: Gleichheit
Link
[...] Die vorliegende Gegenüberstellung von Fotografien soll helfen, im Vertrauten das Bekannte wiederzuentdecken, um die Unterschiede im vermeintlich Gleichen zu erkennen. Die Fotografien zeigen Häuser, die sich an ein Ideal anlehnen – kubisch und glatt –, aus dem die Vorstädte der Städte dieses Landes bestehen. Auf die Abkürzungen EFH, DHH, RH und REH reduziert, werden die Häuser zu einer Aneinanderreihung ihresgleichen.
Doch im Vergleich zeigen sich Abweichungen: Feinheiten, die ein Haus vom anderen unterscheiden. Wo geöffnete Fensterläden lediglich im Augenzwinkern halb heruntergelassener Rollläden und Jalousien zu finden sind, erzählen die Gesichter der Häuser eine beredte Sprache. So finden sich zwischen Monotonie und Repetition Gestaltungsräume im Kleinen, die auf die Individualität des Einzelnen verweisen – jene offenen Stellen, die in der starren Immobilie Raum für Ausgestaltung lassen. In der wiederholten Gegenüberstellung, in den Variationen, entsteht ein Porträt der Bewohnerinnen und Bewohner: ihrer Gewohnheiten, ihrer Vorliebe für die Symmetrie, ihres Konformismus, der von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird. Ihre Eigenheiten finden sich im Dazwischen: An den Rändern der Straßenfluchten, den Kanten der Grundstücksgrenzen, zwischen den Pilastern aus Regenfallrohren. [...]










Neubauland
München, 2025
in:
Zeitschrift für archäologische Aufklärung
Heft 3/2025: Gleichheit
Link
[...] Die vorliegende Gegenüberstellung von Fotografien soll helfen, im Vertrauten das Bekannte wiederzuentdecken, um die Unterschiede im vermeintlich Gleichen zu erkennen. Die Fotografien zeigen Häuser, die sich an ein Ideal anlehnen – kubisch und glatt –, aus dem die Vorstädte der Städte dieses Landes bestehen. Auf die Abkürzungen EFH, DHH, RH und REH reduziert, werden die Häuser zu einer Aneinanderreihung ihresgleichen.
Doch im Vergleich zeigen sich Abweichungen: Feinheiten, die ein Haus vom anderen unterscheiden. Wo geöffnete Fensterläden lediglich im Augenzwinkern halb heruntergelassener Rollläden und Jalousien zu finden sind, erzählen die Gesichter der Häuser eine beredte Sprache. So finden sich zwischen Monotonie und Repetition Gestaltungsräume im Kleinen, die auf die Individualität des Einzelnen verweisen – jene offenen Stellen, die in der starren Immobilie Raum für Ausgestaltung lassen. In der wiederholten Gegenüberstellung, in den Variationen, entsteht ein Porträt der Bewohnerinnen und Bewohner: ihrer Gewohnheiten, ihrer Vorliebe für die Symmetrie, ihres Konformismus, der von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird. Ihre Eigenheiten finden sich im Dazwischen: An den Rändern der Straßenfluchten, den Kanten der Grundstücksgrenzen, zwischen den Pilastern aus Regenfallrohren. [...]









